MURYEL fühlt viel. Was für die 27-Jährige im Alltag ganz schön anstrengend sein kann – „als wäre die Menge an Gefühlen, die ich habe, nicht für diese Welt“ –, ist für ihre Musik ein Geschenk. Die in Berlin lebende Singer-Songwriterin macht Songs von einer Verletzlichkeit, Nahbarkeit und Intimität, dass es einem beim Zuhören die Sprache verschlagen kann. Eingebettet in akustische Produktionen, die viel Raum für MURYELs Gefühle und Stimme lassen, verschmelzen Pop- und Indie-Elemente zu einem kontrastreichen, emotionalen Sound – Leftfield-Pop, beeinflusst von Künstlerinnen wie Maggie Rogers, Lorde, Griff, Taylor Swift und Gracie Abrams. MURYEL fühlt viel und sie ermutigt uns, dasselbe zu tun. Denn auch wenn es anstrengend sein kann: es ist unglaublich befreiend. Auch im echten Leben ist MURYEL eine, die ihr Herz auf der Zunge trägt. „Ich habe das Gefühl, ich bin so offen und gehe so ehrlich in erste Begegnungen rein, dass ich Menschen eigentlich sofort die Wahl gebe: Entweder du hast Bock drauf oder du lässt es halt bleiben. „Das hat mir in meinem Leben sehr gute Freundschaften gebracht, aber auch eine super schwere Zeit in der Schule, weil nicht jeder damit umgehen kann.“ Als Künstlerin hilft ihr diese Offenheit, schnell Kontakt zum Publikum aufzubauen. Zuletzt konnte man das bei ihren Tourneen im Vorprogramm von Max Giesinger und Juli sehen, bei denen sie viele neue Fans gewinnen konnte („Ich habe 30 Minuten, um das Publikum davon zu überzeugen, dass das, was ich hier mache, gut ist. Ich liebe diese Herausforderung!“) Derzeit arbeitet MURYEL an einer EP, die 2025 erscheinen soll. „maybe I’m the problem that you don‘t understand.”, lautet der einzige Satz in MURYELs Spotify-Bio. Wie auch, sie versteht das Problem ja selbst noch nicht. Aber sie arbeitet daran. Und das ist für ihre Musik auf Jahre hinaus eine denkbar gute Nachricht.